Dänemark mit dem Rad entdecken

Das Nachbarland Dänemark hat nicht nur tausende Kilometer eindrucksvolle Küstenlinie, sondern auch weite Landstriche, gemütliche Dörfer und Siedlungen und die herzliche Art der Dänen zu bieten. Das Nachbarland lässt sich schnell und einfach bereisen, grenzt es doch an das Bundesland Schleswig-Holstein im Norden Deutschlands. Spannende Touren entlang der dänischen Nordseeküste lassen sich mit dem Fahrrad leicht bewältigen. Das Land ist flach und von Sandstränden, Wattenmeer, kleinen Inseln und Dünen geprägt.

Radreisen Dänemark

Uriges Reethaus in Dänemark

Los geht’s ab Deutschland oder Dänemark

Für mögliche Touren gibt es unendliche Optionen. So kann man anhand des Nordseeküsten Radwegs die reizvolle Natur erkunden, oder ganz auf eigene Faust nach Lust und Laune das Königreich erkunden. Dänemark ist ein Paradies für Fahrradfahrer. Tausende Kilometer asphaltierte Wege und Radautobahnen durchziehen die Städte und Küstenregionen und verbinden historische Orte und Sehenswürdigkeiten.

Radtour entlang der dänischen Ostküste

Ein guter Ausgangspunkt für eine Tour durch Dänemark ist die Stadt Flensburg an der Ostküste Schleswig-Holsteins. Die bezaubernden Häuserzeilen am historischen Hafen vermitteln bereits dänisches Flair, denn die Grenze ist ganz nah. In der Vergangenheit war die Stadt Flensburg bereits mehrfach unter der Herrschaft der dänischen Krone. Viele Einflüsse haben sich aus diesen wechselvollen Zeiten in der Altstadt und der generellen Atmosphäre von Flensburg erhalten. Man kann sagen, dass Flensburg die wohl dänischste Stadt Deutschlands ist. Ab Flensburg lohnt sich eine spannende Tour durch den Osten Dänemarks, oder entlang der Ostküste des dänischen Festlands.

Dänemarks Ostküste

Seezeichen in Dänemark

Radtour entlang der dänischen Westküste

Ein weiterer attraktiver Startpunkt für eine Dänemark Tour ist die Insel Sylt. Ebenfalls ganz im Norden an der Westküste Schleswig-Holsteins liegt das lang gezogene Kleinod im Wattenmeer. Endlose Sandstrände, Sonne, Nordsee und weite Dünengebiete machen die Landschaft Sylts zu einem beliebten Anziehungspunkt für Radfahrer. Ab Sylt gibt es direkte Fährverbindungen zur dänischen Insel Rømø.
Von beiden Ausgangspunkten ist die dänische Grenze nur einen Katzensprung entfernt. Für den Grenzübertritt benötigt man lediglich einen Personalausweis. Grenzkontrollen gibt es in der Regel keine. So merkt man es beim entspannten Radeln durch die weite Landschaft auch gar nicht, dass man nach wenigen Kilometern bereits im Königreich Dänemark ist. Im Großen und Ganzen sieht es hier ähnlich aus, wie ander deutschen Nordseeküste. Weite Marschlandschaften prägen das Landschaftsbild. Nach wenigen Kilometern erreicht man Tønder.

Radwanderwege und Touren

Herrlicher Blick über die Landschaft an der dänischen Westküste

Tour entlang der Westküste ab dem Bahnhof Tønder nach Esbjerg

Man kann auch mit dem Zug bis zum Bahnhof von Tønder reisen und hier die Radtour beginnen. Bis nach Esbjerg sind es mit dem Rad etwa 100 Kilometer.
Die kleine Hafenstadt Tønder blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits im 12. Jahrhundert wurde sie erstmals erwähnt. Der Hafen war einst ein wichtiges Zentrum des friesischen Handels, bis er so stark verlandete, dass er nicht mehr genutzt werden konnte. Die einfallsreichen Bewohner Tønders verlegten sich auf einen neuen Geschäftszweig, das Klöppelhandwerk. Bis heute kann man geklöppelte Tischwäsche und Textilien überall l in der Stadt kaufen. In Tønder findet man in den schmalen Gassen der Innenstadt n reich verzierte Patrizierhäuser und zahlreiche Barock- und Rokoko-Gebäude. Liebevoll gestaltete Ausstellungen in den zahlreichen Museen laden die Besucher zu einem Geschichtsbummel ein und widmen sich verschiedenen Themen. Am bekanntesten jedoch ist Tønder für seine umgebende Landschaft. Weite Marschgebiete, Wiesen, Strände und Dünengebiete dominieren das Bild und lassen den Blick weit in die Ferne schweifen.

Von Tønder geht es weiter in Richtung Højer

Die etwa 22,5 Kilometer sind leicht zu bewältigen. Man folgt der Nationalen Route Nummer 8. Dabei durchfährt man den kleinen Ort Møgeltønder, der sogar noch älter als Tønder ist. Hier gibt es eine sehenswerte Kirche im romanischen Stil, die mit Elementen aus der Gotik und dem Barock ergänzt wurde. Am Ende einer bezaubernden Lindenallee steht das Schloss Schnackenborg. Einst befand sich das Schloss im Besitz der Kirche, heute ist es Wohnsitz eines dänischen Prinzen.

Am Weg liegt die größte Holländer-Mühle Nordeuropas

Aus dem Ort heraus folgt man weiter der Route 8 und erreicht nach wenigen Kilometern Rudbol. In dem kleinen Ort kreuzt der Nordseeküsten-Radweg die Grenze zwischen Deutschland und Dänemark. Ab hier folgt man der Nationalen Route 1 nach Højer. Angekommen in der Stadt, fährt man am Marschmuseum vorbei. Hier steht die größte Holländer-Mühle Nordeuropas, die 1857 erbaut wurde. Mühlen dieser Bauart sind typisch für die dänische Westküste. Bekannt ist die Stadt daneben für die beiden historischen Schleusen und die reiche Vogelwelt in den umliegenden Marschlanden. Bestaunen lassen sich einzelne reetgedeckte Häuser mit reich verzierten Giebeln, die in früheren Zeiten als typische Wohnhäuser weit verbreitet waren.

Sehenswürdigkeiten

Die historischen Windmühlen Dänemarks

Ausflug zum endlosen Strand der Insel Rømø

Von Rudbol sollte man einen Abstecher auf die Insel Rømø unternehmen. Das hübsche Eiland lässt sich in 24 Kilometern erreichen. Über unbefestigte Feldwege und am Deich entlang geht es Richtung Hjerpstedt und auf der Verkehrsstraße weiter in Richtung Ballum. Neben dem Deich fährt man weiter bis zur Dammstraße, die auf die Insel führt. Beim Überqueren des Damms hat man einen sagenhaften Blick auf das Wattenmeer. Diese einmalige Landschaft ist Rast- und Brutgebiet für Millionen Zugvögel und beherbergt zahlreiche Lebewesen, die nur in diesem von den Gezeiten geprägten Gebiet vorkommen. Rømø besitzt einen 10 Kilometer langen und 800 Meter breiten Sandstrand an der Westseite und verfügt über Fährverbindungen nach List auf Sylt. Man könnte also auch eine Tour ab Sylt planen, bei der die Radtour auf Rømø beginnt. Sie ist die Südlichste und mit 100 Quadratkilometern auch die größte dänische Insel. Für den Ausflug zum Strand fährt man Richtung Lakolk einmal quer über die Insel.

Die schönste Stadt Dänemarks entdecken: Ribe

Die Hauptroute führt abseits des Damms zur Insel Rømø weiter Richtung Skærbæk. Durch den Ort hindurch radelt man weiter in Richtung Ribe. Ribe ist die älteste und auch schönste Stadt Dänemarks. Große Prunk- und mittelalterliche Prachtbauten zeugen von einer reichen Geschichte. Die Stadt, deren Wurzeln bis in das 8. Jahrhundert zurückgehen, war im Mittelalter der wichtigste Nordseehafen Dänemarks. Ein großer Brand zerstörte 1580 große Teile der Stadt, aus diesem Grund entstammt das heutige Stadtbild hauptsächlich dem 17. Jahrhundert.

Mit dem Traktorzug nach Mandø

Ab Ribe lohnt sich für Inselbegeisterte ein Abstecher auf das kleine Naturparadies Mandø. Auf die kleine Marschinsel kommt man mit dem Traktorzug, allerdings nur bei Ebbe, denn der Weg ist auf dem Meeresboden angelegt worden. Auf der Insel gibt es eine Mühle von 1860 zu besichtigen. Darüber hinaus kann man spannende Unternehmungen, wie eine Robben-Safari nach Koresand durchführen, oder einen gemütlichen Strandtag einlegen. Ebenso lohnt ein Besuch des Mandøhus, dieses Museum erzählt anschaulich von der Kultur und Geschichte der Inselbewohner.

Nur noch wenige Kilometer bis nach Esbjerg

Auf der Hauptroute fährt man von Ribe Richtung Deich. Entlang der Küste geht es dann etwa 25 Kilometer weiter Richtung Esbjerg. Der Ort wird schon sehr lange Zeit besiedelt und bekam im Jahr 1868 einen eigenen Hafen. Heute ist der Fischereihafen von Esbjerg der wichtigste und größte des Landes. Esbjerg verfügt über Fährverbindungen nach England und ist zusätzlich Ausgangshafen für die Versorgungsschiffe der Öl- und Gas-Plattformen in der Nordsee. Ganz in der Nähe des Fischerei–und Seefahrtsmuseums steht eine sehenswerte 9 Meter große Skulptur am Strand von Sædding. Sie ist ein Werk des Künstlers Svend Wiig Hansen und heißt „Der Mensch am Meer“. Daneben warten in der Stadt einige interessante Bauwerke auf ihre Besichtigung. Hierzu zählt der Wasserturm, der einen tollen Ausblick über die Stadt bietet, sowie ein Besuch des Buchdruck-Museums und des Kunstmuseums Esbjerg. Auch die drei eindrucksvollen Kirchenhäuser bieten sehenswerte Malereien und andere architektonische Schätze, die es zu entdecken gilt.

Endloser Sandstrand auf der vorgelagerten Insel Fanø

Esbjerg verfügt über regelmäßige Fährverbindungen zur vorgelagerten Insel Fanø. Daher lohnt sich ein Ausflug auf die nur 56 Quadratkilometer große Insel. Jahr für Jahr zieht das kleine Eiland mehr Besucher an, die die schöne Natur und den 18 Kilometer langen Sandstrand genießen. Die beiden alten Fischerorte Nordby und Sønderho locken mit dänischem Flair und reetgedeckten Häuschen.

Radwandern Dänemark

Endlose Strände laden zu einem gemütlichen Strandtag ein