Zelt richtig aufbauen

Wenn während der Radwanderung langsam die Kräfte schwinden und die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, ist es Zeit, sein Zelt aufzuschlagen. Damit die Regeneration während der nächtlichen Ruhephase möglichst groß ist, und der Trip durch schadhafte Zelte nicht gar abgebrochen werden muss, sollten Radler einige Dinge beachten.

Der beste Stellplatz

Um die Lebensdauer des Zeltes nicht unnötig zu verkürzen, sollten Camper besonders auf die Auswahl der Parzelle großen Wert legen. Wichtig ist vor allem die Entfernung zu den Toiletten und Duschen, einer Wasser- und Feuerstelle sowie zu anderen Zeltern, auch Stellplätze für die Fahrräder sowie Sitzgelegenheiten sollten vorhanden sein. Ein natürlicher Sichtschutz aus Felsen oder Sträuchern bietet Privatsphäre. Bäume hingegen sind keine gute Wahl für das Zelt, denn hier ist die Gefahr von Blitzeinschlägen, herabfallenden Ästen oder tropfendem Baumharz besonders hoch. Im Idealfall gibt es eine trockene Wiese ohne größere Unebenheiten, auf hügeligen Flächen sollte immer die höchste Erhebung ausgewählt werden, damit das Zelt bei nächtlichen Regenschauern trocken bleibt. Zunächst sollte der Boden von herausstehenden Wurzeln, Ästen, Steinen und Unrat befreit werden. Das Zelt wird so aufgestellt, dass sich der Eingang auf der windabgewandten Seite (Lee) befindet. Etwas Wind und reichlich Schatten ist jedoch von Vorteil, damit die UV-Strahlung der Sonne keine Schäden am Zelt anrichtet.

Fingerspitzengefühl und Know-how sind gefragt

Der Aufbau des Zeltes sollte nach Möglichkeit am Tag stattfinden, damit andere Gäste nicht gestört werden. Zunächst sollte überprüft werden, ob alle Teile vorhanden sind; dazu gehören Außen- und Innenzelt, Gestänge, Heringe, Abspannleinen sowie die Bodenunterlage, ein Hammer erleichtert das Einschlagen der Heringe auch in schwierigen Untergründen. Nachdem alle Reißverschlüsse geschlossen worden, die Stangen entfaltet sind und das Zelt flach auf dem Boden liegt, kann es losgehen. Das Zelt sollte provisorisch mit zwei Heringen fixiert werden, danach werden die Stangen in die Stoffkanäle des Zeltes eingeführt. Hierbei sollte besonders behutsam vorgegangen werden, damit das Zelt nicht einreißt.

Viele Hände erleichtern das Aufrichten

Damit das Zelt beim Aufrichten keine Angriffsfläche für den Wind bietet, sollte ein windstiller Moment abgewartet werden. Jeder Helfer übernimmt eine Zeltecke, nach einem Kommando richtet jeder seine Ecke schnell auf. Nach dem Aufrichten wird das Außenzelt straff gezogen, danach mit Heringen und Abspannleine fixiert. Wichtig: Die Leine sollte sich in einer Linie mit den Nähten des Zeltes befinden, die Heringe ergeben den besten Halt, wenn sie in einem 45-Grad-Winkel zum Zelt eingeschlagen werden. Wenn das Zelt zu stark durchhängt oder sich die Reißverschlüsse nicht schließen lassen, muss korrigiert werden.